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Technische Dokumentation für "Systeme aus Metall"

1 Material/Bearbeitung/Oberfläche

1.1 Stahl

Als Grundwerkstoff für Bauteile und Elemente ist Baustahl S 235 nach DIN EN 10 027 (St 37) zu verwenden.

Alle Schweißnähte sind entsprechend den statischen Erfordernissen herzustellen und fein zu verputzen.

Die Oberfläche ist durch Feuerverzinkung vor Korrosion zu schützen. Alle Elemente sind nach der Feuerverzinkung feinzurichten. Nach durchgeführter Oberflächenbehandlung sind keine weiteren Schweißvorgänge zulässig.

Das herstellende Unternehmen muss für die Erstellung statisch tragender Schweißnähte autorisiert sein.
Das ist vor Beginn der Arbeiten durch den kleinen Eignungsnachweis nach DIN 18800, Teil 7, Abschnitt 6.3 zu belegen.

Biege- und Fügeprozesse sind ohne sichtbare Abdrücke durchzuführen.

1.2 Edelstahl

Für Bauelemente aus rostfreiem Stahl ist Edelstahl der Güteklasse 1.4301 oder aus einem mindestens gleichwertigen Werkstoff zu verwenden.

Die sichtbaren Flächen sind mit einer 240er Körnung geschliffen oder gescotched. Alle Schweißnähte sind fein zu verputzen und zu beizen.

1.3 Aluminium

Aluminiumbleche sind aus Al Mg3 in der Güteklasse F18 - F23 nach DIN 1745 zu fertigen. Alle Bleche haben eine Mindeststärke von 2 mm.

Das Aluminium ist vor der Lackierung durch Chromatierung und Grundierung vorzubehandeln. Alle Grundierungen sind fein zu schleifen. Die Sichtfläche muss plan, eben und ohne Fehlstellen sein.

Biegungen und Kantungen sind ohne Abdrücke auszuführen. Alle Ecken sind zu verschweißen und fein zu verputzen.

1.4 Lackierung

Die Farbbeschichtung ist im 2- Komponenten Nasslack-Verfahren auszuführen. Für die Lackierung der Oberflächen kommen Lacke nach Architektenvorgabe von: RAL, NCS, Pantone und Sikkens zur Ausführung.

Die Oberfläche ist vor der Lackierung geeignet vorzubehandeln. Die Sichtfläche muss geglättet, plan und ohne Fehlstellen sein. Auftretende Ungleichmäßigkeiten sind durch Zweikomponentenspachtel und Füller auszugleichen. Vor dem Auftragen der Lacke ist die Grundierung glattzuschleifen.

Die Oberfläche der Farbbeschichtung ist glatt und ohne Struktur anzufertigen.

Die Schichtdicken betragen bei:
- Grundierung: 50 my, Toleranz ± 10 my
- Lack: 30 my, Toleranz ± 5 my

In einem Einstrahlungswinkel von 60° weist der Lack einen Glanzgrad von 30-60 % nach DIN 67530 auf.

Gitterschnittprüfung nach DIN 53151: Wert GT 0

Die Lacke müssen grundsätzlich hohe Beständigkeit gegen
- Witterung (Regen, Hitze, Frost, Klimawechsel)
- UV-Strahlen
- Korrosion
- chemische und mechanische Belastungen
aufweisen.

2 Beschriftung

Die Beschriftung ist in Abhängigkeit vom Druckbereich nach unterschiedlichen Verfahren anzufertigen.

2.1 Siebdruck

Druckbereich:Grafiken und Texturen

Die für den Siebdruck notwendigen Vorleistungen sind individuell für die entsprechenden Schriftträger und Ausführungsformen herzustellen. Es sind ausschließlich Zweikomponenten-Siebdruckfarben zu verwenden. Beim Druckverfahren ist darauf zu achten, dass die Kanten eine hohe Konturenreinheit aufweisen und die Farbe in die Oberfläche des Werkstücks eingebrannt wird. Die Schichtdicke beträgt 15 my, Toleranz ± 2 my.

Alle Grafiken sind zu bemustern und vor der Fertigung durch den Auftraggeber freizugeben.

2.2 Foliendruck

Druckbereich: Grafiken und Texturen

Für den Druck der Schriftzüge ist Folie vom Typ SC - 3M, Serie 100-F einzusetzen. Bei mehrfarbigen Grafiken sind neben den Standardfarben Weiß und Schwarz die entsprechenden Sonderfarben für die Beschriftung notwendig.

Für die Beschriftung von Werksverkehrsschildern ist Folie vom Typ Scotch light - 3M zu verwenden. Weiße, reflektierende Folie ist nicht zulässig. Die Folie ist unter erhöhter Umgebungstemperatur aufzubringen.
Für die Beschriftung sind alle gängigen Schriftarten in allen Ausführungen einsetzbar. Nutzungslizenzen werden von URW vergeben. Die Sonderspationierung wird nach Auftragsvergabe durch den Architekten bekanntgegeben und muss eine Genauigkeit von 0,1 mm gewährleisten.

Die SC-Folien sind oberseitig mit APPLICATIONSTAPE und unterseitig mit PASSERN zu liefern.

3 Aufbau

3.1 Unterkonstruktion

3.1.1 Grundrahmen

Die Ständerrohre des Halterahmens bestehen aus rechteckigem Stahlrohr nach DIN 59411. Für die Rahmenkonstruktion ist auf die Ständerrohre ein Flachstahl nach DIN 1070 zur Verbindung aufzusetzen und zu verschweißen. Die weiteren Verbindungen sind durch Querstreben aus U-Stahl bzw. aus mehrfach gekantetem Stahlblech herzustellen.
Die Ständerrohre werden auf der Fußplatte verschweißt. Bei Schildervarianten mit seitlichem Ausleger ist eine separate Fußplatte mit aufgesetztem Kernrohr für die zusätzliche Stütze hinzuzufügen.

Die umlaufenden Fugenbleche sind aus Edelstahl anzufertigen.

3.1.2 Seitliche Zusatzrahmen

Die Ständerrohre des Zusatzrahmens bestehen aus quadratischem Stahlrohr nach DIN 2395. Für deren Verbindung sind Querstreben mit U-Profil nach DIN 1026 zu verwenden. Die Fugenbleche sind aus Edelstahl anzufertigen.

Zwischen dem Zusatzrahmen und den Halteelementen ist ein Abstand von 20 mm auf der linken Seite und 15 mm auf der rechten Seite einzuhalten. Die Abstandhalter sind aus Edelstahl anzufertigen.

Als Stützelement auf der linken Seite ist ein Edelstahlrohr nach DIN 2458 zu verwenden, welches mit der Fußplatte verschraubt wird.

Die umlaufenden Fugenbleche sind aus Edelstahl anzufertigen.

3.1.3 Fundament für die Unterflurmontage

Zur Verankerung ist ein Betonfundament in den Abmessungen gemäß Ausführungszeichnung zu erstellen. Die Oberseite des Fundaments befindet sich 300 mm unterhalb der umliegenden Erdoberfläche.

Die Fußplatte ist auf bauseitigem Fundament mit vier Muttern auf den Verbundstangen M16 x 190 zu befestigen.

3.1.4 Fundament für die Oberflurmontage

Zur Verankerung ist ein Betonfundament in den Abmessungen gemäß Ausführungszeichnung zu erstellen. Die Oberseite des Fundaments befindet sich ebenerdig zur umliegenden Erdoberfläche oder ist als Sockel ausgebildet.

Die Fußplatte ist auf bauseitigem Fundament mit vier Muttern auf den Verbundstangen M16 x 190 zu befestigen.

3.1.5 Wandhalterung

Die Seitenteile der Unterkonstruktion bestehen aus mehrfach gekanteten, nach innen offenen Edelstahlblechen. Alle Ecken sind nach WIG-Verfahren zu verschweißen und sauber zu verputzen. Nach dem Schwei-ßen ist der Rahmen gemäß Position 1.1.4 zu lackieren.

3.1.6 Zusatzrahmen für Beleuchtungselemente

Die Längs- und Querstreben des Zusatzrahmens sind aus U-Stahl 60 nach DIN 1026 zu fertigen und rechtwinklig zu verschweißen. Der Zusatzrahmen dient zur Aufnahme und Positionierung von begehbaren Bodeneinbaustrahlern zur Schildbeleuchtung. Der Abstand von der Schildkante zum Mittelpunkt der Strahler beträgt 800 mm. Die Konstruktion wird zusammen mit den Fußblechen auf dem Fundament verankert.

3.2 Verkleidungselemente

3.2.1 Standschilder

Die Verkleidungselemente bestehen aus mehrfach gekanteten Aluminiumblechen mit einer Dicke von
2 mm. Die Tragbleche sind mit einer Rasterlochung versehen. Der Abstand der Lochmittelpunkte zuein-ander beträgt 20 mm.

Die abnehmbaren Tragelemente werden durch Z-Profile an der Unterkonstruktion befestigt und sind nicht sichtbar auf der Oberseite zu verschrauben.

Alle Ecken sind zu verschweißen und fein zu verputzen.

3.2.2 Wandschilder

Das Halteelement der Wandhalterung besteht aus einem umlaufend gekanteten Aluminiumblech mit einer Dicke von 2 mm. Das Blech ist an der Rückseite mit vier Tiefzügen zu versehen. Die Halterung ist mit Verbundstangen M8 x 80 an der Wand zu befestigen.

Das Frontelement besteht aus einem mehrfach gekanteten Aluminiumblech mit einer Dicke von 2 mm. Das Blech ist mit einer Rasterlochung zu versehen. Der Abstand der Lochmittelpunkte zueinander beträgt
20 mm.

Die Verkleidungselemente werden durch Senkschrauben M5 x 16 mit der Unterkonstruktion verbunden.
Alle Ecken sind zu verschweißen und fein zu verputzen.

3.3 Beschriftungsträger

Die Beschriftung wird auf hochpräzisen, parallel gefertigten Aluminiumplatten vorgenommen. Alle Kanten sind gesägt oder gefräst. Scherverfahren sind nicht zulässig.

Die Paneele sind mit eingeengter Toleranz zu fertigen. Die zulässige Abweichung pro Beschriftungsträger beträgt +0/-0,1 mm.

Die Beschriftungspaneele sind beliebig auswechselbar und werden durch rückseitig angebrachte Schweißbolzen auf die Verkleidungselemente gesteckt und verschraubt.

Die Oberfläche ist gemäß Position 1.1.4 zu behandeln. Die Beschriftung ist im Sieb- und Foliendruckverfahren durchzuführen.

4 Endmontage/Anbringung

Alle Montageelemente sind ausschließlich aus Edelstahl der Güte A4 zu verwenden.

Durch das Entfernen von Transporthilfen entstehende Öffnungen müssen durch geeignete Verschlüsse oder Abdeckungen gegen das Eindringen von Flüssigkeit gesichert werden.

Die Berührungsflächen von Bauteilen aus Aluminium oder Edelstahl mit Komponenten aus verzinktem Stahl sind vor dem Zusammenbau und bei der Endmontage voneinander zu trennen oder durch geeignete Trennlagen vor elektrochemischer Korrosion zu schützen.

Die Endmontage der Verbindungselemente darf nur mit bauaufsichtlich zugelassenen Verbundankern durchgeführt werden.


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